Mythen und Fakten zur Lüftung in Wohngebäuden
Zu laut, zu teuer, Fenster bleiben zu? Wir prüfen die häufigsten Mythen über Lüftungsanlagen in Wohngebäuden und was wirklich dahintersteckt.
Thema
Lüftung
Stand
Lesezeit
2
Min.
Verfasser
Georg Helm

Lüftungsanlagen gelten häufig als laut, ineffizient und teuer. Dazu hält sich der Irrglaube, dass man in Wohnungen mit Lüftungsanlage die Fenster nicht mehr öffnen darf. Solche Vorbehalte führen oft dazu, dass Bauherren einer kontrollierten Wohnraumlüftung skeptisch gegenüberstehen.
Wir gehen die häufigsten Mythen durch und ordnen sie ein.
Mythos 1: Lüftungsanlagen sind zu laut
Für Lüftungsanlagen gelten Anforderungen an den Schallschutz. Fachgerecht geplant und eingebaut sind moderne Anlagen im Betrieb kaum wahrnehmbar.
Hinzu kommt: Mit einer Lüftungsanlage muss weniger über das Fenster gelüftet werden. Bei lauter Umgebung, etwa an einer stark befahrenen Straße, wird es in der Wohnung dadurch oft sogar leiser.
Mythos 2: Die Fenster dürfen nicht geöffnet werden
Fenster lassen sich auch mit Lüftungsanlage jederzeit öffnen. Wer aber Wert auf Energieeffizienz legt, überlässt den Luftaustausch der Anlage: Sie gewinnt Wärme aus der Abluft zurück und hält gleichzeitig Pollen, Staub und Lärm draußen.
Mythos 3: Lüftungsanlagen erzeugen Zugluft
Bei fachgerechter Planung werden Luftmengen und Luftauslässe so ausgelegt und angeordnet, dass keine spürbare Zugluft entsteht.
Mythos 4: Lüftungsanlagen sind teuer und verbrauchen viel Strom
Lüftungsanlagen kosten Geld, das stimmt. Wirtschaftlich lohnen sie sich dennoch in vielen Fällen: Die Wärmerückgewinnung spart Heizenergie, und für den Einbau gibt es Förderprogramme. Moderne Ventilatoren arbeiten sehr effizient, der Stromverbrauch ist gering.
Wer sich ausführlicher mit dem Thema beschäftigen möchte, findet hier eine Kurzstudie: Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung als nachhaltige Schlüsseltechnologie (2022).
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Georg Helm
Dipl.-Ing. · Gründer und Inhaber
